DARUM BIO-LANDBAU
BIO ist wirklich Bio
Nur wenn die Anforderungen der BIO-Verordnung erfüllt sind, darf ein Lebensmittel als BIO verkauft werden. BIO-Betriebe werden mindestens einmal jährlich ausführlich kontrolliert.
BIO ist konsequent
Ein BIO-Hof muss als Ganzes biologisch wirtschaften. Außnahmen gelten nur bei Dauerkulturen. Jeder neue BIO-Hof geht zwei Jahre in Umstellung. Es gelten dann bereits alle BIO-Vorschriften.
Mit BIO auf der richtigen Seite
BIO-Produkte enthalten weniger Pestizidrückstände, bei BIO-Obst und -gemüse durchschnittlich 180mal weniger als bei den konventionellen Produkten. Chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel sind im BIO-Landbau generell verboten.
BIO-Lebensmittel sind besonders
BIO-Lebensmittel enthalten weniger Zusatzstoffe. Während in den meisten Zusatzstoffverordnungen über 300 Zusatzstoffe zugelassen sind, sind es laut BIO-Verordnung gerade einmal 48.
BIO ist gehaltvoller
BIO-Obst und -gemüse enthalten mehr Antioxidantien. In BIO-Lebensmitteln ist der Gehalt an Antioxidantien bis zu 70% höher als in konventionellen.
BIO arbeitet ohne Gentechnik
Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Hilfsstoffe sind verboten. Gentechnik widerspricht dem Grundsatz des BIO-Landbaus möglichst natürlich zu produzieren.
BIO-Tiere haben es besser
BIO-Tiere sind an der frischen Luft. Für alle ist Auslauf und/oder Weide Vorschrift. Bei Weide- und Auslaufhaltung zeigen sich deutliche Effekte beim Wohlbefinden der Tiere.
Weniger Schulmedizin bei BIO-Tieren
Kranke Tiere werden mit natürlichen Mitteln behandelt. BIO-Bauern und deren Tierärzte setzen in erster Linie natürliche Mittel und Komplementärmedizin ein.
BIO fördert Biodiversität
BIO-Betriebe beherbergen 30% mehr Arten und 50% mehr Individuen. Auf einem BIO-Feld wachsen 9mal mehr Beikrautarten als auf integriert bewirtschafteten Feldern.
BIO pflegt den Boden
BIO-Böden haben eine bessere Struktur. Sie verschlämmen und erodieren weniger stark aufgrund längerer Begrünung, organischer Düngung sowie höherer biologischer Aktivität.
BIO schützt die Gewässer
BIO-Landbau schont das Grundwasser, denn BIO-Bauern verwenden keine chemisch-synthetischen
Pestizide und Wachstumsregulatoren. Im Umfeld von biologisch bewirtschafteten Ackerflächen sind die
Gewässer weniger mit Pflanzenschutzmitteln belastet.
BIO spart Energie
Die Herstellung von Stickstoff-, Kalium- und Phosphordüngern und von Pestiziden braucht fossile Energie. BIO-Betriebe verwenden diese Stoffe nicht oder nur begrenzt.
BIO ist gut für das Klima
Durch weite Fruchtfolgen mit mehrjährigem Kleegras und konsequenter Rückführung der organischen Substanz durch Düngung mit Mist reduziert BIO-Landbau klimarelevante Spurengase.
BIO ist sozial
BIO schützt die Menschen vor Krankheiten, die im Zusammenhang mit Pestiziden stehen. Durch den höheren Aufwand und den hohen Anteil handwerklicher Arbeiten werden im BIO-Landbau zusätzliche Arbeitsplätze bereitgestellt.
BIO leistet gesellschaftlichen Mehrwert
Der BIO-Landbau führt zu Verbesserungen in einer Reihe von Umweltindikatoren durch Vermeidung gesellschaftlicher Folgekosten. Bei einer Umstellung auf 100% BIO-Landwirtschaft könnten ein Drittel der externen Kosten der Landwirtschaft eingespart werden.
BIO ist wertvoll für die Welternährung
BIO-Landbau kann die Erträge in Entwicklungsländern deutlich steigern. Dadurch könnte langfristig die globale Ernährungsgrundlage gesichert werden.
Quelle: Argumente für den Biolandbau
FiBL, Ackerstr. 113, CH-5070 Frick
